Biogas - umweltfreundliche Alternative
Bundesweit gibt es bisher noch nicht viele Anbieter von Biogas, aber regional wird es bereits vielfach angeboten. In Biogasanlagen produziert, handelt es sich dabei um ein Gasgemisch aus Methan und Kohlenstoffdioxid.
Grundsätzlich ist es dasselbe wie Faulgas, welches bei der hermetisch abgeschlossenen, sprich sauerstofffreien Vergärung entsteht, die mit organischen Materialien durchgeführt wird. Hierbei wird vor allem das Methan energetisch genutzt, wie es auch bei Methankraftwerken in China der Fall ist, wobei diese allerdings mit Kühen arbeiten.
Genutzte Rohstoffe
Wenn Biogas technisch hergestellt wird, arbeitet man in der Regel mit einem der folgenden Basisrohstoffe:
- Reststoffe aus Biomasse, die vergärbar sind, wie beispielsweise Bioabfall, Klärschlamm oder auch Speisereste
- Dünger, wie Gülle oder Mist
- nicht anderweitig genutzte Pflanzen oder Pflanzenteile, wie beispielsweise Zwischenfrüchte oder Kleegras
- Energiepflanzen aus gezieltem Anbau, die zu den nachwachsenden Rohstoffen zählen
Die Landwirtschaft hat somit das größte Potenzial, gezielt Biogas zu produzieren und als Energielieferant einzusetzen. Zwar handelt es sich bei den hier genannten Rohstoffen um kostenlose Ausgangsstoffe, jedoch ist der Anbau und die Nutzung von Energiepflanzen derzeit sehr umstritten aufgrund der Auswirkungen auf die Umwelt und die Nahrungsmittelproduktion.
Ergänzung im umweltfreundlichen Energiemix
Das umweltfreundliche Gas lässt sich in Unabhängigkeit von Umwelteinflüssen wie Wind oder Sonne herstellen, und trägt deshalb dazu bei, den umweltfreundlichen Energiemix der erneuerbaren Energien sinnvoll zu ergänzen. Auch für Biogas gilt die in der Bundesrepublik gesetzlich verankerte Einspeisungvergütung, weshalb es meistens in Blockheizkraftwerken als Brennstoff eingesetzt wird, um damit dezentral Strom und Wärme zu erzeugen. Die ersten Projekte, bundesweit Biogas als Alternative zu Erdgas ins Netz einzuspeisen, sind erst im Jahr 2007 gestartet.
Für die Nutzung im bundesweiten oder regionalen Gasnetz muss Biogas allerdings immer gereinigt und aufbereitet werden, damit keine Verunreinigungen durch Schwefel oder Ammoniak mehr gegeben sind. Zusätzlich ist nicht nur bei der Einspeisung in das Gasnetz, sondern auch vor allem bei der Nutzung von Biogas für Gasautos eine Verdichtung nötig, damit man wirklich eine hohe Energiedichte hat.
Der Vorteil von Biogas ist aber unter anderem auch, dass es in seiner Funktion als Brennstoff wiederverwertbaren Abfall erzeugt, und zwar kann das organische Material als Dünger verwendet werden, da alle Spurenelemente und noch sehr viel Stickstoff darin enthalten sind.
Bei der Verbrennung von Biogas wird außerdem nur soviel CO2 freigesetzt, wie der Atmosphäre bei der Entstehung der eingesetzten Rohstoffe entzogen wurde, so dass es sich um ein klimaneutrales Gas handelt.